Außer spärlichen Erfahrungen mit selbstgebauten Haselnußbögen und mit einfachen Mitteln hergestellte Pfeile in der Kinderzeit, hatte ich keinen Bezug zum Bogenschießen bis ca 2004.

Da ergab es sich, dass ich feststellte, dass einer meiner Freunde Bogenbauen als Hobby betrieb und er anbot meinen Sohn, der damals ca 6 Jahre alt war, einen Bogen zu schenken.

Wir nahmen natürlich an. kaum hatten wir den Bogen in unseren Besitz, wollten wir diesen auch ausführlich austesten. Wenn uns jetzt jemand fragt, wie es gelaufen ist, muss ich zu meiner Schande gestehen, wir trafen kein Scheunentor, aber dafür konnten wir ohne Zwang auf einer nahe liegender Wiese rumballern, ohne Angst haben zu müssen, es passiert etwas.

So dachten wir in unserer Unwissenheit.

 

Wir wollten den Dingen natürlich genauer auf den Grund gehen und herausfinden, was so ein Bogen wirklich kann. Also gingen wir ans Werk. Nahmen einen einfachen , billigen Pfeil und versuchten den Bogen an seine Leistungsgrenze zu bringen. Unwissend wie wir waren, dachte keiner daran, dass man auch über das Ziel hinaus schießen kann. In unserer Euphorie hatte keiner bemerkt, dass wir Richtung Wohnhaus schossen, da uns die Häuser unendlich weit weg erschienen. Also schritten wir tapfer zur Tat, zogen den Bogen soweit es ging und ab mit dem Pfeil in dem Vertrauen, er fällt sicher nach 50 oder 70 Meter runter. Aber, der Glaube kann sich manchmal fürchterlich täuschen.

 

Das Teil flog und flog  und landete schließlich auf einen Scheunendach. Da ist uns erstmal das Herz in die Hose gerutscht, weil das hätte böse enden können. Völlig verblüfft von der ungeheueren Kraft, die in dem kleinen Bogen steckte, wollte ich schnellstmöglich einen eigenen Bogen haben. Und schon hatte mich das Bogenfieber gepackt.

Share:Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+1Buffer this pageDigg thisFlattr the authorShare on TumblrShare on StumbleUpon0Email this to someoneShare on LinkedIn0Pin on Pinterest0Share on Reddit0