Mit der Erfindung des Bogens machte die Menschheit einen gewaltigen Entwicklungssprung. Ausgehend aus unserer modernen Zeit, kann man behaupten, der Bogen ist eine der ersten “Maschinen”, welche den Menschen das Leben erleichterte.

Pfeilspitzenfunde in Afrika, die mit ca 64.000 Jahren eingeschätzt wurden, zeigen, wie lange die Verwendung von Pfeil und Bogen die Menschheit begleitet. Hierbei handelte es sich um fertige Produkte und somit kann vermutet werden, dass der Bogen noch viel länger im Gebrauch ist. Die Möglichkeit über größere Distanzen zu jagen ermöglichte den frühzeitlichen Menschen neue Besiedlungsmöglichkeiten und ein größeres Nahrungsangebot.

Weitere historische Funde von Bögen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit bis hin zu mittelalterlichen Bögen zeigt die Vielfalt und Verbreitung von Pfeil und Bogen. Besonders der Holmegard-Bogen (Kongemose-Kultur, ca. 6000 v. Chr.) und die Funde in der Mary Rose(1545 sank die Mary Rose bei einem Seegefecht) waren bedeutende Entdeckungen. Die Entwicklung der Kompositbögen (nachweisbar bis ins 7. Jahrtausend v. Chr) stellt einen weiteren großen Schritt in der Leistungsfähigkeit von Bögen dar. Die Regionalen Unterschiede im Bogenbau zeigt das große handwerkliche Können der damaligen Bogenbauer.

Es ist für die Archäologie schwer ältere Funde aufzuspüren, da die meisten Funde sicher schon der Verwitterung zum Opfer gefallen sind. Beeindruckend sind die unterschiedlichen Entwicklungen auf den einzelnen Kontinenten. Diese Vielzahl von Bogentypen und deren Einsatzmöglichkeiten zeugt vom schöpferischen Geist unserer Vorfahren.

Es darf die Behauptung aufgestellt werden, ohne Pfeil und Bogen würde sich die Menschheit nicht so soweit entwickelt haben, wie sie heute im 3. Jahrtausend dasteht.

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